Informationen für Anleger an Falk-Fonds


Die seit 1979 existierende Falk-Gruppe hat bis zum Jahre 2004 annähernd 80 geschlossene Immobilienfonds aufgelegt, die ihr Vermögen überwiegend in Gewerbeimmobilien investierten.

Spätestens ab dem Jahre 2004 zeichnete sich eine finanzielle Krise bei einigen Fonds ab, nachdem die Ausschüttungen einzelner Beteiligungsgesellschaften zunächst reduziert und dann zum Teil ganz eingestellt wurden. Die prospektierten Mieteinnahmen aus verschiedenen Fondsimmobilien waren nicht zu erzielen und steuerliche Vorteile - so bei dem als "Erbbaurechts-Fonds" konzipierten Falk-Fonds 80 - stellten sich wegen einer Änderung in der Steuergesetzgebung nicht ein.

Im Jahre 2005 wurden über die Vermögen der Falk Capital AG, der Falk Asset Management KG, der Falk Development KG und der Falk Financial Marketing AG Insolvenzverfahren eröffnet und gegen den Fondsinitiator Helmut W. Falk sowie gegen weitere Verantwortliche der Falk Capital AG bei der Staatsanwaltschaft München ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges und der Untreue eingeleitet.

Aufgrund der wirtschaftlichen Krise der Falk-Gruppe und den damit einhergehenden Involvenzverfahren gerieten auch die Falk-Fonds selbst in wirtschaftliche Schieflage Die Falk-Fonds 68, 71 und 77 haben zwischenzeitlich Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter der Falk-Fonds 68 und 71 hat bereits von den Anlegern einen Teil der in der Vergangenheit gezahlten Ausschüttungen zurückgefordert.

Von der Insolvenz bedroht sind die Falk-Fonds 72, 73 und 75. Die Falk-Fonds 70 und 80 sowie der Falk-Zinsfonds werden liquidiert. Anleger des Falk-Zinsfonds haben zu Beginn des Jahres 2007 immerhin ca. 35% ihrer Einlage zurückerhalten. Anleger an anderen Fonds müssen jedoch mit dem Totalverlust ihrer Einlagen rechnen, was besonders problematisch wird für Anleger, die ihre Fondsbeteiligung über einen Kredit finanziert haben.

Wir überprüfen Ihre Möglichkeiten, aus dieser Anlage mit einem blauen Auge heraus zu kommen.

Eine Rückabwicklung der kreditfinanzierten Fondsbeteiligung ist bei einem sog. verbundenen Geschäft möglich.

Dies hat Anfang August 2007 das LG Bonn entschieden (Urteil vom 01.08.2007, AZ: 2 O 380/06, noch nicht rechtskräftig). Die Anlegerin erhält Zug um Zug gegen Abtretung des Fondsanteils an die Bank ihre auf den Kreditvertrag erbrachten Zins- und Tilgungsleistungen zurück.

Zudem kommen Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater in Betracht.

Das Landgericht Lüneburg (Urteil vom 23.03.2007) verurteilte jüngst einen Anlageberater wegen Falschberatung bei der Vermittlung eines Falk-Fonds 75.
Der Finanzdienstleister hatte über die mit der Beteiligung verbundenen Risiken unzureichend und die Prospektangaben verharmlosend aufgeklärt.